Adrian Koller: Starker WM-Auftritt – und Rang 2 in Genf

Adrian Koller segelte dieses Wochenende bei der CSP/PM Optimist in Genf wieder an der Spitze mit. Wenige Wochen nach der Optimist-Weltmeisterschaft in Tanger blickt der Richterswiler Nachwuchssegler auf seine internationalen Erfahrungen und die nächsten Ziele zurück.

Adrian, du bist gerade in Genf auf Rang 2 gesegelt. Wie ordnest du dieses Resultat nach der WM ein?
Ich freue mich sehr über das Resultat. Nach der WM war es schön, wieder an einer Schweizer Regatta zu segeln und weitere wertvolle Erfahrung zu sammeln.

An der WM in Tanger wurdest du 78. von 284 Teilnehmenden und drittbester Schweizer. Wie blickst du heute auf dieses Resultat zurück?
Es fühlt sich gut an. Die ganze WM war ein super Erlebnis. In den Finals konnte ich mein Ranking um 63 Plätze verbessern und erreichte in der Silver Fleet den 7. Platz.

Was war in Tanger besonders herausfordernd?
Die ersten Tage waren geprägt von Starkwind, hohen Wellen und starker Strömung. Vor allem die Strömung machte die Starts deutlich schwieriger. Auch das Niveau war sehr hoch, weil jedes Land nur seine fünf besten Opti-Seglerinnen und -Segler schicken durfte.

Welcher Moment ist dir besonders in Erinnerung geblieben?
In einem Lauf hatte ich einen perfekten Start und konnte im freien Wind vorne wegsegeln. Danach ging alles wie von selbst. Als ich die Ziellinie als Erster überquerte, war das ein sehr cooles Gefühl.

Was nimmst du aus der WM für die nächsten Regatten mit?
Die WM war lang und körperlich wie mental anspruchsvoll. Ich habe gelernt, fokussiert zu bleiben und mich auf einzelne Läufe zu konzentrieren. Künftig möchte ich noch häufiger bei Starkwind und Wellen trainieren sowie gezielt an meiner Kraftausdauer arbeiten.

Wie geht es für dich weiter?
Ich werde noch etwas länger in der Optimist-Klasse segeln. Gleichzeitig macht mir auch das Segeln im 29er viel Spass. 

Hast du einen Rat für jüngere Seglerinnen und Seglern, die vielleicht ebenfalls von einer WM träumen?
Versucht, so viel wie möglich zu segeln und dabei den Spass nicht zu verlieren. Gerade in Segellagern lernt man viel, sammelt Erfahrungen und findet neue Freunde – zum Beispiel im Sommerlager in Davos oder im Herbstlager am Gardasee.

Mit seinem WM-Resultat liegt Adrian im Vergleich aller 163 Schweizer, die bisher an einer Optimist-Weltmeisterschaft teilgenommen haben, auf Rang 38. Das jüngste Podestresultat in Genf unterstreicht seine starke Saison.